Schnellfinder

Teilhabechancengesetz

Teilhabechancengesetz

Zum 01.01.2019 ist das Teilhabechancengesetz (Zehntes Änderungsgesetz Sozialgesetzbuch Zweites Buch) in Kraft getreten. Aus der gesetzlichen Grundlage ergeben sich zwei Fördermöglichkeiten in Form von Lohnkostenzuschüssen: §16 e SGB II (Eingliederung von Langzeitarbeitslosen) und §16i SGB II (Teilhabe am Arbeitsmarkt). Gefördert werden Menschen, die trotz guter konjunktureller Lage bisher nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß fassen konnten. Es geht sowohl um die Realisierung von Teilhabechancen als auch um die nachhaltige Integration der betreffenden Personen. Dies soll durch eine bis zu fünfjährige finanzielle Unterstützung der Arbeitgeber, aber auch durch Weiterbildungen und insbesondere ein begleitendes Coaching realisiert werden.

 

Teilhabe am Arbeitsmarkt

Arbeitgeber können einen Lohnkostenzuschuss beantragen. Der Lohnkostenzuschuss bemisst sich am Mindestlohn, bei tariflichen oder tariforientierten Arbeitgebern am Tariflohn:

  1. Jahr       100%
  2. Jahr       100%
  3. Jahr       90%
  4. Jahr       80%
  5. Jahr       70%

Zusätzlich können pro Förderfall 3.000€ Weiterbildungskosten übernommen werden. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bekommen eine ganzheitliche, beschäftigungsbegleitende Betreuung (Coaching). Im ersten Jahr der Förderung stellt der Arbeitgeber die Beschäftigten für das Coaching frei. Während der Förderung sind Praktika in anderen Betrieben möglich.

Es sind befristete sowie auch unbefristete Arbeitsverhältnisse möglich. „Vorprogramme“ wie das Bundesprogramm Soziale Teilhabe oder eine Förderung nach §16e a.F. (Förderung von Arbeitsverhältnissen) werden angerechnet.

Zielgruppe sind über 25-Jährige, die in den letzten sieben Jahren mindestens sechs Jahre Leistungen vom Jobcenter bezogen haben. Bei Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung oder Familien mit mindestens einem unter 18-jährigen Kind, sind die Voraussetzungen erfüllt, wenn diese in den letzten fünf Jahren Leistungen im Jobcenter bezogen haben. Die infrage kommende Personengruppe hat in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig gearbeitet. Förderfähig sind zudem Übergänge aus dem Bundesprogramm Soziale Teilhabe sowie der Förderung von Arbeitsverhältnissen.

Auch befristete Arbeitsverträge sind möglich. Gerne beraten wir sie auch über mögliche Einsatzfelder. Wir möchten zu bedenken geben: Sie haben bis zu fünf Jahre Zeit, um die geförderten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so zu stärken, dass Sie aus Ihrem Team nicht mehr wegzudenken sind. Ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden es Ihnen danken.

Sie möchten Menschen eine Chance geben, die ohne Unterstützung gar nicht oder nur schwer einen Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt realisieren können? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme! 

Jobcenter Köln
Team MitArbeit
Arbeitgeber-koeln@jobcenter-ge.de
Arbeitgeber-Hotline: 0221 9429 8850

 

Eingliederung von Langzeitarbeitslosen

Arbeitgeber können einen Lohnkostenzuschuss beantragen. Der Lohnkostenzuschuss bemisst sich an dem zu berücksichtigenden Arbeitsentgelt.

  1. Jahr       75%
  2. Jahr       50%

Förderfähig sind alle Personen, die mindestens zwei Jahre langzeitarbeitslos entsprechend §18 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch sind. Voraussetzung ist, dass ein mindestens zweijähriges Arbeitsverhältnis begründet wird. Parallel soll eine ganzheitliche beschäftigungsbegleitende Betreuung (Coaching) erfolgen. Für die ersten sechs Monate des Arbeitsverhältnisses ist der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin dafür freizustellen.

Wenn Sie hierzu Fragen haben, beraten wir Sie gerne. Senden Sie uns dann bitte eine kurze Email

teilhabechancengesetz, 16i, 16e, MitArbeit