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Unterkunft und Heizung

Bedarfe für Unterkunft und Heizung

Soweit die Bedarfe für Unterkunft und Heizung angemessen sind, werden die tatsächlichen Kosten berücksichtigt. Die Angemessenheit ergibt sich aus der Anzahl der Personen in der Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft, der Größe der Wohnung, dem Mietpreis je Quadratmeter sowie den Heizkosten und den Kosten für die Warmwasserbereitung. Die Angemessenheitsgrenzen werden von der Stadt Köln auf Grundlage der Kriterien des sozialen Wohnungsbaus und des örtlichen Mietniveaus/Heizkostenspiegels festgelegt. Zusätzlich können tatsächlich anfallende Kosten für die Warmwasserbereitung (bei Aufbereitung innerhalb der Wohnung) übernommen werden, wenn diese angemessen sind. Soweit das Warmwasser außerhalb der Wohnung bereitet wird, können die Kosten als Mehrbedarf (in der Regel als Pauschale) übernommen werden.

Überschreitung des angemessenen Mietpreises

Wenn Sie in einer unangemessen teuren Wohnung leben, können zunächst die tatsächlichen Kosten übernommen werden. Sie sind dann aber gleichzeitig verpflichtet, Ihre Unterkunftskosten auf eine angemessene Höhe zu senken, z. B. durch Untervermietung oder Wohnungswechsel. Dieser Verpflichtung müssen Sie innerhalb einer Frist, die unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Situation festgesetzt wird, nachkommen. Gelingt es Ihnen trotz umfassender Wohnungs- und Untermietersuche innerhalb der gesetzten Frist nicht, die Mietkosten zu senken, kann die Frist verlängert werden.

Ihre Bemühungen sind durch die Vorlage geeigneter Nachweise zu belegen. Als Nachweis müssen Sie beim Wohnungsamt der Stadt Köln einen Wohnberechtigungsschein beantragen. Außerdem sind sie verpflichtet, sich regelmäßig auf geeignete Wohnungsangebote in Tageszeitungen und Stadtblättern zu bewerben und hierüber nachvollziehbare Aufzeichnungen zu führen oder Belege zu sammeln.

Bei beabsichtigter Untervermietung sind außerdem von Ihnen aufgesetzte Annoncen (z. B. in Anzeigenblättern, im Internet) nachzuweisen. Eine evtl. Untervermietung ist durch einen Untermietvertrag sowie eine schriftliche Bestätigung des Vermieters, dass ihm das Untermietverhältnis bekannt ist, nachzuweisen.

Nach Ablauf der Frist können nur noch die angemessenen Bedarfe für Ihre Unterkunft übernommen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass Mietschulden für eine Wohnung mit unangemessenen Kosten ausnahmslos nicht übernommen werden können.

Umzug während des Leistungsbezugs

Während des Leistungsbezugs sind Sie verpflichtet, jeden Wohnungswechsel unverzüglich mitzuteilen. Bei einem Wohnungswechsel sind Sie zudem gehalten, bereits vor Abschluss eines Mietvertrages die Zustimmung zum Umzug vom Jobcenter Köln einzuholen. Erfolgt ein Umzug ohne Absprache, kann die Übernahme weiterer Kosten (z. B. Kaution, Umzugs-/Renovierungskosten) und die Anerkennung einer gegebenenfalls höheren Miete abgelehnt werden. Einem Umzug, der mit Kosten verbunden ist, kann nur zugestimmt werden, wenn dieser erforderlich ist (z. B. wegen Familienzuwachses wird eine größere Wohnung benötigt) und die Aufwendungen für die neue Wohnung angemessen sind.

 

Zuzug aus einer anderen Stadt

Merkblatt zum Wohnungswechsel